Omega 3 und seine Wirkungsfelder
So vielfältig wie seine Wirkungsweise ist auch der Einsatz von Omega-3. Vor allem die Medizin und Ernährungswissenschaft bauen auf die heilende und antientzündliche Kraft des maritimen „Öl des Lebens“. Deshalb empfehlen sie es nicht nur zur Erhaltung der Gesundheit, sondern auch zur Vorbeugung von verschiedenen Erkrankungen sowie zur Unterstützung im Krankheitsverlauf bei der Therapie.
Im Folgenden zähle ich ein paar Bereiche auf, für welche die Wirksamkeit von Omega-3 bereits erforscht und durch bekannte wissenschaftliche Studien und Analysen auch belegt ist.
Von A wie Augenerkrankungen bis S wie Schwangerschaft.
Augenerkrankungen – Omega-3 als Sehhilfe für die Zukunft
Die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD, ist eine der häufigsten Ursachen für Sehstörungen ab dem 50. Lebensjahr. Sie beeinträchtigt zunehmend das zentrale Sehen sowie die Sehschärfe und kann im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen. Wegen der steigenden Lebenserwartung wird die AMD für immer mehr ältere Menschen zum Problem.
Zudem gibt es bis dato keine Heilung der AMD. Allein der Verlauf der Erkrankung kann verzögert werden. Wirksam vorbeugen, heißt daher die Devise.
Besonders gut dafür eignet sich laut Studien eine Einnahme von Omega-3 in Kombination mit den Carotinoiden Lutein, Zeaxanthin und Astaxanthin, Vitamin C und Zink.
Diese Kombination beugt einer AMD vor und wirkt sich zudem positiv auf die Sehkraft aus. Weiters profitiert auch die Netzhaut davon, denn sie besteht bis zu 30% aus Omega-3.
Auch beim trockenen Auge konnte man damit schon Erfolge erzielen. Symptome wie Augenjucken und Fremdkörpergefühl wurden verbessert.
Chronische Darmerkrankungen – Omega 3 als Schubreduzierer
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören zu den häufigsten chronischen Entzündungen im Darm und sind mit massiven Einschränkungen im täglichen Leben verbunden.
Sie kommen in Schüben und gehen einher mit wiederkehrenden Bauchschmerzen in unterschiedlicher Intensität, Fieber, zum Teil blutigen Durchfällen und daraus resultierender Schwäche, Gewichtsabnahme und Energielosigkeit.
Klinische Studien zeigen, dass die Einnahme von 2.700mg EPA/DHA am Tag gegenüber einem Placebo die Entzündungs- und Schubaktivität um mehr als die Hälfte reduziert.
Vor allem bei Kindern ist dies von großer Bedeutung, da so schubbedingte Aufnahmen ins Krankenhaus weniger oft notwendig werden. Aber auch allgemein gilt die positive Wirkung von EPA und DHA für die Darmgesundheit als erwiesen.
Omega-3 unterstützt die Darmflora und sorgt für eine intakte Darmbarriere. Daher bringt eine Einnahme auch beim Leaky-Gut-Syndrom eine Verbesserung.
Bei diesem Syndrom ist die Barrierefunktion der Darmschleimhaut gestört, sodass Bakterien und Gifte aus dem Darm ins Blut gelangen und dort verschiedenste Krankheiten auslösen können.
Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen – Omega-3 als Verhältnisoptimierer
Analysen belegen mittlerweile die schützende Wirkung von Omega-3 gegen die Entstehung von Diabetes. So verbessert Omega-3 nicht nur die Insulin-Sensitivität, sondern auch die Güte der Blutzuckereinstellung.
Weiters therapieren Ärzte auch bei Diabetikern häufig vorkommenden Fettstoffwechselstörungen mit EPA und DHA. Denn sie senken Triglyceride um bis zu 58% und die VLDL-Werte um bis zu 42%.
Das „gute“ HDL-Cholesterin wird durch EPA und DHA leicht erhöht und dadurch verbessert sich das Verhältnis zum „bösen“ Cholesterin LDL.
Allgemeines zu Omega-3
Der Ursprung
Das Omega-3-Öl sollte ein zu 100% natürliches Fischöl sein, das aus arktischen Kaltwasserfischen aus Wildfang gewonnen wird, oder ein rein veganes Algenöl.
Wer nicht nur auf hohe Qualität, sondern auch auf Nachhaltigkeit setzt, der ist mit Fischöl aus MSC-zertifiziertem Wildfisch gut beraten. Das Öl wird direkt aus dem frischen arktischen Kaltwasserfisch gewonnen und verfügt über das gesamte Spektrum an Fettsäuren im Fisch.
Ein gutes Produkt verzichtet zur Gänze auf andere Fischöle oder synthetische Stoffe. Als einziges Konservierungsmittel sollte ein natives kaltgepresstes Olivenöl, das im Idealfall ebenfalls besonders hochwertig und im Sinne der Nachhaltigkeit aus biologischem Anbau ist, verwendet werden.
Durch seine von Natur aus enthaltenen Antioxidantien schützt das kaltgepresste Olivenöl das Omega-3-Öl, egal ob es aus natürlichem Fischöl oder Algenöl besteht.
Frische & Reinheit
Diese lässt sich von jedem selbst durch Riechen oder Schmecken am einfachsten überprüfen. Ranziges Omega-3-Öl riecht unangenehm und verursacht Aufstoßen mit Fischgeschmack.
Bei Qualitätsprodukten wird die Reinheit regelmäßig durch Rückstandskontrollen überprüft und der so genannte TOTOX-Wert ist auf dem Produkt angegeben. TOTOX steht dabei für „totale Oxidation“.
Der Wert sag aus, wie frisch und hochwertig ein Produkt ist. Idealerweise liegt er zwischen 4 bis 6, was bei einem hochwertigen Produkt auch angeführt sein sollte.
Aufbewahren sollte man das Omega-3-Öl am besten im Kühlschrank. Dort ist es vor Oxidation geschützt und wird, auch durch das bereits erwähnte Olivenöl nicht ranzig.
Flüssig = besser + praktisch
Ein flüssiges Produkt hat gegenüber Omega-3 in Kapselform mehrere Vorteile. Zum einen handelt es sich bei Omega-3 in Kapselform meist um ein chemisch verändertes Konzentrat.
Ist Omega-3 aber als Full-Spektrum-Öl abgefüllt, bleibt es in seiner Grundstruktur unverändert und behält sein ganzes Spektrum an Nährstoffen und Fettsäuren, wodurch es vom Körper besser erkannt und verwertet wird.
Zum anderen hat Omega-3 als Öl auch einige praktische Aspekte. Man kann es ganz einfach in das Essen einrühren. So verleiht man seinen Salaten, Müsli oder frischgepressten Obst- oder Gemüse-Smoothies nicht nur eine weitere Geschmacksnote, sondern sich selbst auch einen besonderen Vitalkick.
Bereits 15ml eines hochwertigen Omega-3-Fischöls oder Algenöls können zur Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Hinzu kommt, dass ein flüssiges Omega-3-Produkt die Einnahme für Menschen mit Schluckbeschwerden von Kapseln und Tabletten erleichtert und angenehmer macht, zum Beispiel auch für Kinder.
Omega-3 für Groß und Klein
Omega-3-Produkte gibt es mittlerweile nicht mehr nur für Erwachsene. Da die positive Wirkung von EPA und DHA auch im Bereich der Kindermedizin erforscht und nachgewiesen ist, hat man eigene Omega-3-Darreichungsformen für Kinder entwickelt.
Omega-3 kann sich vor allem bei Kindern mit ADHS positiv auf die Symptome auswirken, ist aber natürlich auch einfach zur Stärkung des Immunsystems einsetzbar. Trotzdem ist es wichtig nochmals zu erwähnen, dass Omega-3 essentiell wichtig für die Entwicklung des Gehirns ist.
Die speziellen Omega-3-Kinderprodukte haben meist eine eigene Geschmacksrichtung und lassen sich ebenfalls perfekt in gesunde kindergerechte Lieblingsspeisen einrühren.
Wichtig: Das Omega-3-Öl darf nicht zu heiße Speisen eingerührt werden. Man sollte diese daher erst ein paar Minuten abkühlen lassen, bevor man das Öl einführt.
Tipp: Im Idealfall führt man nicht nur Omega-3 zu, sondern verzichtet zugleich auf Omega-6. Das sorgt für eine noch bessere Balance und erhöht die Wirkung!
Omega-3 für MEHR Gesundheit, Energie und Elastizität
Mehr Gesundheit – Omega-3 als Alleskönner
Zugegeben, Alleskönner ist vielleicht etwas „zu hoch gegriffen“, aber die Tatsache, dass es einen Einfluss auf alle Zellen hat, macht Omega-3 zu einem vielseitigen und wichtigen Baustein, der für die gesunde Entwicklung und Funktion jeder Körperzelle wichtig ist.
Und auch, wenn man an keiner Vorerkrankung leidet, aber das Leben gerne aktiver und gesünder gestalten möchte, ist eine tägliche Dosis Omega-3 der Schlüssel, um diese Lebensweise in die Tat umzusetzen.
Healthy Aging – Omega-3 als Jungbrunnen
Omega-3 sorgt für stabilere Telomere oder einfacher gesagt – Wir altern langsamer und sind länger fit und vital. Es ist also ein gutes Rezept für ein gesundes Altern (Healthy Aging) unseres Körpers.
Telomere sind eine Art Lebenszeituhr unserer Körperzellen. Sie zählen jede Zellteilung und Zellerneuerung mit und veranschaulichen dadurch den biologischen Alterungsprozess. Kürzere Telomere lassen eine höhere Sterblichkeit und ein höheres Risiko für chronische Erkrankungen erkennen.
Entzündungen, Stress, Alkohol, Zigaretten, Bewegungsmangel und Übergewicht verkürzen die Telomere. In der Folge kommt es zu einem früheren Zelltod und man altert wesentlich schneller.
Mit EPA und DHA wirkt man diesem Alterungsprozess entgegen, da durch Omega-3 diese Telomere sogar wieder wachsen können und man genießt bis ins hohe Alter ein Leben voller Lebenslust und Vitalität.
Leistungssport – Omega-3 als Muskelprofi
Aufgrund der hohen körperlichen Belastung profitieren Leistungssportler von einer guten Versorgung mit Omega-3. Ein Omega-3-Index von über 8% verbessert die neuromuskuläre Funktion sowie die körperliche Leistungsfähigkeit.
Die Proteinsynthese, also der Einbau von Proteinen in die Muskulatur, wird durch die Versorgung von ausreichend Omega-3 massiv gesteigert. Dadurch fällt auch das Risiko für Verletzungen, Schwellungen, Entzündungen und Muskelschäden geringer aus.
Aber es ist nicht nur das seltenere Auftreten eines Muskelkaters, sondern auch die verbesserte Regeneration der Muskulatur, die durch aktuelle Studien belegt werden kann.
Omega-3 verlangsamt auch den Abbau von Muskulatur und Gehirnmasse, was die Leistung von Herz, Lunge und Gehirn zugleich verbessert.
Stoffwechsel – Omega-3 als Diät- und Trainingsunterstützung
Für unseren Stoffwechsel ist Omega-3 ein wahrer Treibstoff. Denn es intensiviert und beschleunigt die Stoffwechselrate, also die Menge an Energie, die unser Körper in einer bestimmten Zeit verbraucht.
Somit ist Omega-3 eine gute Unterstützung bei Diäten, um einen schnelleren und nachhaltigeren Erfolg zu sehen. In Kombination mit einem leichten Training kann man so zudem leichter Muskelmasse aufbauen und zugleich Fett abbauen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Omega-3 als Herzensretter
Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind mit Abstand die häufigste Todesursache.
Ein Mangel an Omega-3 steigert das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und im Gegenzug belegen zahlreiche Studien, dass eine Einnahme von EPA und DHA den Bluthochdruck senkt, einer Arteriosklerose entgegenwirkt, Blutfettwerte und die Herzmuskelleistung verbessert. Ebenso vermindert es das Risiko für Herzrhythmusstörungen und den damit verbundenen plötzlichen Herztod.
Wissenschaftlich erwiesen sind bei einer guten Versorgung mit Omega-3 vor allem die deutliche Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdrucks sowie ein verringertes Risiko für einen Schlaganfall.
Aktuellen Studien zufolge reduziert sich das Risiko für einen Herzinfarkt durch die tägliche Einnahme von 2.700mg Omega-3 sogar um die Hälfte. Erwiesen ist auch, dass ein 3:1-Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 das Risiko eines Herzinfarkts sogar um bis zu 80% verringert.
Seit vielen Jahrzehnten werden Statine zur Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Doch bei dieser Therapie bleibt vor allem für Hochrisikopatienten nach wie vor ein Restrisiko, da deren Blutfettspiegel auch bei einer optimalen Statin-Therapie viel zu hoch ist.
Hier kommt nun wieder Omega-3 ins Spiel. Eine Analyse der Harvard Medical School in Boston zeigte, dass man bei Hochrisikopatienten durch eine hohe Dosis an EPA und DHA den Blutfettspiegel deutlich senken kann.
Die Studie belegte weiter, dass sich auch die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen oder an einer anderen Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um bis zu 25% reduzieren lässt.
Kindergesundheit – Omega-3 als Entwicklungsunterstützung
Schon im Mutterleib ist eine gute Versorgung mit Omega-3 für den Fötus wichtig. Denn Omega-3 unterstützt ihn bei seiner Entwicklung bereits vom ersten Tag an und weit über die Geburt hinaus.
Gerade im ersten Lebensjahr machen unsere Kinder eine unglaubliche Entwicklung durch, vor allem hinsichtlich Motorik und Sprache. Diese Entwicklung kann man durch Omega-3 unterstützen.
Zudem lässt sich die Konzentrations- und Merkfähigkeit verbessern und das noch etwas geschwächte Immunsystem von Kleinkindern stärken. Sogar die Krankheiten wie Asthma kann man mit der Gabe von Omega-3 vorbeugen.
Omega-3 kann sich auf den Körper auch regulierend auswirken, zum Beispiel beim Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS), bei dem die Kinder den Mangel an DHA durch Bewegung ausgleichen wollen.
Krebserkrankungen – Omega-3 als Lebensoptimierer
Omega-3 hilft vorbeugend, kann aber auch bei einer bestehenden Krebserkrankung unterstützen. Erwiesen ist zum Beispiel, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Fisch oder von Omega-3-Ölen das Risiko für Brustkrebs minimiert werden kann. Das belegt eine Studie mit über 880.000 Frauen.
Dabei zeigt sich, dass der krebsschützende Effekt von der Dosis abhängig ist. Bereits eine Dosis von nur 0,1g Omega-3 pro Tag senkt das Brustkrebsrisiko um 5%, wobei EPA stärker wirkt als DHA. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung ist Omega-3 aber auch ein unterstützendes Mittel während einer Krebstherapie.
EPA und DHA wirken vor allem dem Gewichtsverlust entgegen, indem sie den Appetit der Patienten verbessern. Dies bringt wieder mehr Energie und Lebensqualität zurück, die gerade in dieser schweren Zeit oft verloren gehen.
Erste Nachweise gibt es auch für eine verbesserte Wirkung von Chemo- und Strahlentherapie auf die Krebszellen. Empfohlen wird eine Tagesdosis von rund 2.000mg Omega-3, ergänzt durch Selen, Vitamin D3 und Vitamin C als starkes Antioxidans.
Migräne – Omega-3 als Schmerzprophylaxe
Ungefähr 17% der Bevölkerung leiden an Migräneattacken, wobei Frauen rund dreimal häufiger davon betroffen sind als Männer. Typisch für Migräne sind immer wiederkehrende Kopfschmerzen in unterschiedlicher Intensität. Diese treten anfallsartig auf und können halbseitig und pulsierend sein.
Viele Patienten leiden zusätzlich an Übelkeit, Erbrechen, sind lichtscheu und reagieren empfindlich auf Geräusche und Gerüche. Aktuelle Studien empfehlen Omega-3 zur Migräneprophylaxe. Eine tägliche Einnahme von rund 3.000mg Omega-3 kann die Intensität und Häufigkeit von Migräneattacken sogar um 80% reduzieren.
Wie die Studie weiter belegt, kann auch der Bedarf an rezeptpflichtigen Migränemittel durch Omega-3 verringert werden.
Multiple Sklerose – Omega-3 als Entzündungsentschleuniger
Multiple Sklerose, kurz MS, gehört zu den entzündlichen Autoimmunerkrankungen des Nervensystems, von der das Gehirn und das Rückenmark betroffen sein können.
Dabei zerstören laut Medizin körpereigene Immunzellen die Schutzhülle der Nerven und in weiterer Folge kommt es zu Lähmungen der Muskeln. Die Erkrankung tritt meist in Schüben auf.
Diese können laut neuesten Studien durch die Einnahme von rund 2.000mg Omega-3 am Tag deutlich reduziert werden. Ebenso wird die Entzündungsaktivität verringert und die Funktion der Muskeln verbessert, was zu einer deutlichen Erhöhung der Lebensqualität führt.
Ärzte empfehlen zusätzlich die Einnahme von Vitamin D3, Selen, Magnesium, und Vitamin B12.
Neurologische Erkrankungen – Omega-3 als Harmoniequelle
Eine mangelhafte Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kann weitreichende Folgen auf die Entwicklung eines Menschen haben. Es kann zu Störungen der Entwicklung und neuropsychiatrischen Krankheiten wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, kurz ADHS, Depressionen, Schizophrenie oder Demenz-Erkrankungen kommen.
Aber auch eine Rechenstörung sowie eine Lese-Rechtschreibschwäche, andere Teilleistungsschwächen, koordinative und autistische Auffälligkeiten oder sowie sensorische Wahrnehmungsstörungen, die häufig bei ADHS und ADS auftreten, können mit einem Mangel an Omega-3 einhergehen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder mit ADHS, im Vergleich zu gesunden Kindern, deutlich schlechter mit DHA und EPA versorgt sind. Dem kann man entgegenwirken, denn Analysen belegen die harmonisierende Wirkung von Omega-3 im Gehirn. Wobei Nervenbotenstoffwechsel und Energiestoffwechsel reguliert und ausgeglichen werden.
Rheumatoide Arthritis, Psoriasis – Omega-3 als Schmerz- und Entzündungsdämpfer
Zahlreiche Untersuchungen belegen die antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung von Omega-3 bei Rheumaerkrankungen. Empfohlen wird dabei eine Tagesdosis von rund 4000mg. Damit diese Dosis möglichst rasch ihre volle Wirkung zeigen kann, soll bei der Ernährung darauf geachtet werden, dass nicht mehr als 80mg Omega-6 zugeführt werden.
Denn zu viel Omega-6 reduziert die antientzündliche Wirkung von Omega-3. Wichtig ist also eine hochdosierte und regelmäßige Einnahme von Omega-3, kombiniert mit einer basenreichen Ernährung, die vor allem aus frischem Gemüse und Obst besteht.
Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte hilft diese Ernährungsweise inklusive Omega-3-Einnahme.
Schwangerschaft und Frauengesundheit – Omega-3 als Multi-Unterstützung
Gerade in der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist eine gute Versorgung mit EPA und DHA besonders wichtig.
So ist DHA ein unentbehrlicher Baustein für die Membranen der Nervenzellen und ist auch wesentlich an der Freisetzung und Synthese von Neurotransmittern, wie zum Beispiel des Glückshormon Dopamin beteiligt.
Daher wirkt sich DHA sehr positiv auf die kognitive und motorische Entwicklung sowie auf die Sehfähigkeiten der Föten im Mutterleib und der neugeborenen Säuglinge aus.
Um genug Omega-3 über die Plazenta an das Kind weitergeben zu können, sollte der Omega-3-Index konstant auf rund 11% gehalten werden.
Omega-3 wirkt sich aber auch positiv auf die werdende Mutter aus. So bringt ein optimierter Omega-3-Status in der Schwangerschaft mehr Energie und sorgt für ein gestärktes Immunsystem. Der Schlaf verbessert sich und Omega-3 unterstützt auch bei der sogenannten Schwangerschaftsdemenz.
Zudem hilft Omega-3 dabei, die körperlichen Beschwerden, die durch eine Schwangerschaft entstehen können, zu reduzieren und das Risiko für Schwangerschaftsvergiftungen, Fehlgeburten oder Wochenbettdepressionen zu senken.
Empfehlung zur Einnahme: Frauen, die schwanger werden wollen oder es bereits sind, sollen EPA und DHA (mindestens 300mg EPA und 200mg DHA) täglich zuführen.
Aktuelle Studien legen nahe, die Dosen sogar wesentlich zu erhöhen. Eine tägliche Einnahme von 1.500 bis 2000mg EPA/DHA vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft verringert das Risiko für Kleinkinder, an Atemerkrankungen wie Asthma zu erkranken, sogar um die Hälfte.
Neue Erkenntnisse belegen auch eine deutliche Reduzierung des Risikos für Neurodermitis, Allergien und Psoriasis (Schuppenflechte). Aber auch für Frauen in der Menopause ist die Einnahme von Omega-3 zu empfehlen. Es trägt dazu bei, die Beschwerden, die durch die Hormonumstellung entstehen, zu lindern und sorgt so insgesamt für mehr Wohlbefinden.
- Gluten Unverträglichkeit. Gluten Unverträglichkeit.