Blutgefäße – Vitamin K2 gegen Herzerkrankungen und Atherosklerose

Vitamin K2 abhängige Proteine schützen nicht nur unsere Knochen und Zähne, sondern auch unsere Blutgefäße.

So wirkt beispielsweise das Matrix-Gla-Protein gegen die Ablagerung von Kalzium in den Arterien und schützt vor altersbedingten Verschleißerscheinungen der Blutgefäße.

In der so genannten Rotterdam-Studie wurden rund 4.800 Frauen und Männer im Alter von +/- 55 Jahren über einen Zeitraum von 10 Jahren untersucht.

Dabei ging es um den Zusammenhang von Vitamin K2, das über die Ernährung aufgenommen wird, und das Risiko von Herzerkrankungen, Arterienklazifizierungen (Gefäßverengung durch Kalkeinlagerungen/ Plaque in den Arterien) und die Gesamtsterblichkeit.

Laut Studie zeigte Vitamin K1 keinen Effekt.

Für das Vitamin K2 konnte man aber eine Reduzierung des Risikos, an einer Herzerkrankung zu sterben, um 57% nachweisen.

Auch das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit, die zu einem Herzinfarkt führen kann, lässt sich durch Vitamin K2 um 41% senken.

Die Gesamtsterblichkeit um 26%.

Das Risiko für eine massive Arterienklazifizierung wurde durch die Gabe von Vitamin K2 sogar um 52% reduziert.

In einer Langzeitstudie über 12 Jahren mit rund 36.600 Teilnehmern hat die Einnahme von über 45µg Vitamin K2 im Vergleich zu weniger als 20µg pro Tag das Risiko für eine periphere arterielle Verschlusserkrankung deutlich um mehr als 29% verringert.

Das Risiko bei Patienten mit Bluthochdruck konnte um 41% und das bei Diabetes Patienten sogar um bis zu 44% reduziert werden.

Weitere Placebo kontrollierte Studien zeigen eine deutliche Reduktion des Verhärtungsgrades der Hauptschlagader durch eine erhöhte Vitamin K2 Einnahme.

Diabetes mellitus – Vitamin K2 früh mehr Insulin- sensitivität

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass man das Risiko an Typ 2 Diabetes zu erkranken, durch Vitamin K2 deutlich verringern kann.

So hat eine aktuelle Studie an 42 Männern gezeigt, dass 30mg Vitamin K2, 2-mal tägliche eingenommen, im Vergleich zur Placebo-Einnahme, die Insulinproduktion und -empfindlichkeit der Zellen, auch Insulinsensitivität genannt, wesentlich verbessert.

Knochen und Zähne – Vitamin K2 vorbeugend und unterstützend

Dass Vitamin K2 für die Gesundheit unserer Knochen und Zähne eine lebenswichtige Bedeutung hat, ist mittlerweile durch zahlreiche Studien erwiesen.

So unterstützt Vitamin K2 beispielsweise das Knochenprotein Osteocalcin, das die Knochenmineralisierung und den Kalziumstoffwechsel steuert.

Weiters fördert es den Einbau von Kalzium in der Knochenstruktur, was die Knochen härter macht und einer frühzeitigen Alterung entgegenwirkt.

Auf diese Weise beugt Vitamin K2 auch dem Knochenschwund vor, zu dem es zum Beispiel in der Menopause durch das Sinken des Östrogenspiegels soweit bei verschiedenen Krankheiten kommen kann.

Zudem reguliert Vitamin K2 über einen chemischen Prozess jene Gene, welche die knochenaufbauenden Zellen anregen und die knochenabbauenden Zellen hemmen.

Zur Wirksamkeit von Vitamin K2 gibt es mittlerweile zahlreiche Studien.

In einer aktuellen Analyse von 13 klinischen Studien hat man zum Beispiel den Einfluss von Vitamin K auf Knochenbrüche und -dichte untersucht.

Dabei hat man festgestellt, dass vor allem Vitamin K2 im Vergleich zu einem Placebo das Risiko für Hüftgelenksfrakturen um rund 80% senkt.

Andere Studien belegen eine Verbesserung der Knochendichte der Wirbelsäule sowie ein um 50% geringeres Frakturrisiko bei Frauen mit Osteoporose durch die Gabe von Vitamin K2.

Vitamin K2 kann aber nicht nur präventiv eingesetzt werden.

Es unterstützt auch die Wirkung von Medikamenten wie Bisphosphonate, die in der Therapie von Osteoporose eingesetzt werden, wie neueste klinische Studien belegen.

Bei der Zahngesundheit spielt Vitamin K2 ebenfalls eine wichtige Rolle.

Denn es sorgt dafür, dass die zahnbildenden Zellen, die sogenannten Odontoblasten, durch Osteocalcin (Das Vitamin K2 Protein) ausreichend Kalzium in den Zähnen einlagern können.

Krebs – Vitamin K2 zur Prävention und Therapie

Vitamin K2 wirkt krebshemmend, weshalb es Mediziner mittlerweile gerne zur Vorbeugung, aber auch zur Therapie von Krebserkrankungen einsetzen.

Zahlreiche Studien konnten eine Reduzierung des Krebsrisikos sowie der Krebssterblichkeit durch Vitamin K2 nachweisen.

Vitamin K2 scheint dabei Gene und Proteine zu aktivieren, welche den Zelltod der Krebszellen auslösen.

Belegt ist zum Beispiel die Wirkung von Vitamin K2 bei Leberkrebs.

Leberkrebs ist sehr schwer zu heilen.

Viele Patienten erleiden einen Rückfall.

Eine Pilotstudie an 61 Patienten mit Leberkrebs wies den Einfluss von Vitamin K2 auf die Rückfallquote und die Überlebenschance eindeutig nach.

Man teilte die Patienten in zwei Gruppen und verabreichte 32 Personen Vitamin K2, die restlichen Patienten dienten als Kontrollgruppe.

Die Rückfallquote konnte mit Vitamin K2 deutlich reduziert werden.

Die 3-Jahresüberlebensrate lag bei dieser Gruppe bei 87%, bei der Kontrollgruppe bei 64%.

Die Tier- und Zellversuche der letzten Zeit ergaben zudem Hinweise, dass Vitamin K2 die krebshemmende Wirkung von Zytostatika und Vitamin C unterstützt.

Bitte beachten: Wechselwirkung! Wenn du Blutgerinnungshemmende Medikamente einnimmst, dann solltest du die Einnahme von Vitamin K Präparaten mit deinem Arzt abklären! Denn die blutgerinnungs- hemmende Wirkung kann durch zusätzliches Vitamin K für Tage gestört werden. Dadurch kann sich die Thrombosegefahr erhöhen. Manche Medikamente stören die Verwertung und Verstoffwechselung von Vitamin K und es kommt zu einem Mangel. Zu diesen Medikamenten gehören Antibiotika, Antiepileptika, Antikoagulanzien, Salicylaten und Tuberkulostatika.